In Dario Fos Farcen "Der Dieb, der nicht zu Schaden kam" und "Der Nackte und der Mann im Frack" entwickelt sich auf der Bühne ein groteskes, zwerchfellerschütterndes Spiel. Diese Farcen wurden 1958 uraufgeführt.

Fo in einem Interview: "Die Figuren, die in die entstehenden Situationen verwickelt werden, sind wie Räder, die die Maschine bewegen und in Funktion setzen. Ein Hebeldruck setzt einen zuweilen paradoxen Mechanismus in Gang, vergrößert ihn, kehrt ihn um, beschleunigt ihn, bringt ihn zur Explosion". Eifersüchtige Ehefrauen, überraschte Einbrecher, philosophierende Müllmänner und in höchster Verlegenheit befindliche Ehebrecher sorgen für immer neue Situationskomik.

Dario Fo knüpft mit diesen, von grotesker Situationskomik lebenden Verwechslungskomödien, die sich bewusst vom Literaturtheater abgrenzen, an die große Tradition der Commedia delI' arte an und führt sie eigenständig weiter zu einem zeitgemäßen, theatralischen Jux. Mit der Aufführung der Stücke des international gefeierten Nobelpreisträgers Dario Fo will die Schaubühne Sindelfmgen ihren Zuschauern und sich selbst im 30. Jahr ihres Bestehens einen großen Theaterpass bereiten.