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Ein paar Gedanken zu „Geld anderer Leute"
Ich wusste schon Anfang des Jahres,
dass das Jahr 2000 ein gutes Jahr sein würde, um „Geld anderer Leute" auf
die Bühne zu bringen: Das Interesse an Geld und Börse war lange nicht mehr
so gross gewesen wie jetzt. Wie gut unser Timing wirklich war, zeigt sich
erst jetzt. Während ich diese Zeilen schreibe, wird der Konzern Daimler
Chrysler bei fallenden Aktienkursen als Übernahmekandidat gehandelt. Eine
besondere Pointe dabei ist die 20-Milliarden-Dollar-Klage des
amerikanischen Aktionärs Kirk Kerkorian gegen Daimler Chrysler. Es ist der
gleiche Kerkorian, der vor ca. 20 Jahren das Filmstudio Warner Brothers
unter seine Kontrolle gebracht hatte und damals anfing, gegen den
Widerstand der früheren Geschäftsleitung wertvolle Filmsouvenirs zu Geld
zu machen. In unserem Stück macht Lawrence Garfinkle auch nichts anderes,
nur eben nicht mit Filmsouvenirs..
Was das Stück aber wirklich reizvoll
macht, ist die interessante Balance zwischen den fünf Charakteren. Jeder
hat seine eigenen Motivationen, Ziele, Sehnsüchte. Das Stück von Jerry
Sterner macht zu keinem Zeitpunkt den Versuch, moralisierend den
Zeigefinger zu heben und einen der Charaktere als gut oder böse
hinzustellen. Selbst „Larry der Liquidator", unser Anti-Held (Schurke ?)
hat aus seiner Sicht gute Gründe für sein Handeln.
Wer hat am Ende recht? Jorgenson?
Garfinkle? Keiner von beiden? Beide?
Sie entscheiden!
Rainer Wolf |
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