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Vorhang auf für Laien-Schauspieler |
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„Aus Spaß
an der Freud"
VHS-Gruppe „Versuche, Theater zu spielen" stellte sich der
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Versuche, Theater zu spielen, gab
es schon immer. Mal waren diese Versuche recht „in" mal gerieten sie so
ziemlich in Vergessenheit. Es gab Zeiten, da hatte jede Stadt, jedes Dorf, das etwas auf sich hielt, seinen Dramatischen Verein" und da wurde munter Theater gespielt. Von den gar schröcklichen Erlebnissen des Dr. Faustus", bis hin zum munteren Schwank hatten diese Vereine so ziemlich alles im Repertoire. Zur Zeit, so scheint es, ist das Theaterspielen nicht mehr so besonders gefragt, die Blütezeit der dramatischen Vereine ist vorüber, man überläßt das Theaterspielen den Profis und beschaut sich auch schon recht profihafte Laienspielgruppen höchstens im Fernsehen. Dennoch ist das Theaterspielen einfach aus Freude am Spiel gefragt, viele Spielbegeisterte kommen nur einfach nicht mehr zum Zuge, weil sie nicht wissen, wo. |
„Wir brauchen Männer"
Bevor man sich an das Spielen heranwagte, wurde wieder gelesen, gelesen, gelesen... Es wurden stumme Szenen gespielt und es wurde diskutiert. Es geht sehr demokratisch zu bei uns. Wir versuchen immer einen gemeinsamen Konsens zu erreichen", betonte Dieter E. Hülle. Und deshalb kann er jetzt auch noch nicht sagen, wie es weitergeht in der Gruppe. Zuerst müssen wir und die Neuen, die jetzt dann dazu kommen, uns beschnuppern". Denkbar ist es auch, daß sich die Gruppe einmal teilt, daß zwei verschiedene Stücke nebeneinander erarbeitet werden. Die Gruppe ist nicht auf Heiteres festgelegt. Curt Goetz haben wir vor allem für den Einstieg genommen, wir wollten dem Publikum etwas Gefälliges bieten, und außerdem gibt es Bombenrollen in diesem Stück". Mit ganz Modernem will Dieter E. Hülle zurückhaltend umgehen, es gibt Schwierigkeiten mit den Aufführungsrechten". Mit einer großen Schwierigkeit ist die Gruppe bis jetzt noch nicht fertiggeworden: Wir brauchen Männer!" ein Schrei aus dreizehn Kehlen! Vieles läßt sich einfach nicht verwirklichen, wenn nicht genügend männliche Darsteller vorhanden sind und in der Theaterliteratur gibt es nun einmal mehr Männerrollen. Bei lustigen Sachen geht es ja noch, da kann eine Frau im Notfall schon eine Männerrolle übernehmen".
Vorhang auf für den Versuch,
Theater zu spielen, heißt es das nächste Mal am Freitagabend in der
Jugendmusikschule in Böblingen. Am 27. April wiederholt die Gruppe
ihre Aufführung des Goetz-Stückes „Die tote Tante und andere
Begebenheiten" in der Volkshochschule in Sindelfingen. Und im Übrigen ist
die Gruppe jederzeit bereit, mit ihren schauspielerischen Talenten zur
Bereicherung des Programms bei Betriebs- und Vereinsfesten
beizutragen.
Sybille
Schurr |
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DIE TOTE TANTE UND ANDERE BEGEBENHEIT", mit diesem Curt-Goetz-Stück stellte sich die VHS-Gruppe Versuche, Theater zu spielen" am Wochenende zum ersten Mal dem Publikum vor. Bild: Schmidt |
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In Sindelfingen hat sich vor rund
einem Jahr eine Gruppe zusammengefunden, sie nennt sich ganz profan
„Versuche, Theater zu spielen". Diese Versuche wurden unter der
Schirmherrschaft der Volkshochschule Böblingen-Sindelfingen gestartet. Die
Theatergruppe besteht „aus dem harten Kern von 13 Leuten",
ursprünglich waren es einmal ein paar mehr, aber wie es meist bei solchen
Gruppen ist, sie schrumpfen sich im Laufe der Zeit gesund. An Nachwuchs
fehlt es nicht, das Interesse von allen Seiten ist groß.
Das Alter der Theaterspieler liegt zwischen 18 Jahren und Mitte 40. Entstanden ist die VHS-Gruppe Versuche, Theater zu spielen" aus der VHS-Reihe Theater selbst gelesen". Diplom-Bibliothekar Dieter E. Hülle, der heute als Spielleiter fungiert; Ich hatte damals so den Eindruck, daß viele, die bei dieser Reihe mitmachten, einen Schritt weitergehen wollten. Sie wollten diese Dinge nicht mehr nur lesen, sondern auch in Szene setzen".
Am Wochenende gab es nun zum
erstenmal die Gelegenheit, das zu sehen, was bei den Versuchen,
Theater zu spielen, herausgekommen ist. Am Samstag trat die
Gruppe |
in der Volkshochschule in
Sindelfingen zum erstenmal öffentlich auf. Gespielt wurde „Die tote Tante
und andere Begebenheiten" von Curt Goetz. Auch wenn das
Publikumsinteresse noch nicht so ganz den Erwartungen entsprach,
der Erfolg war groß, auch am anderen Tag bei einer Vorstellung, die für
das „Frohe Alter" gegeben wurde. Der Applaus zeigte es, der Versuch,
Theater zu spielen, ist gelungen.
Es geht uns allerdings nicht so sehr um das öffentliche Auftreten", sagt Dieter E. Hülle dazu. Das Ganze muß zunächst als reine Freizeitbeschäftigung gesehen werden. Dabei ist die Entwicklung der eigenen Vorstellungskraft, der Stimme, der Mimik und der Gestik und auch die gegenseitige Kritik wichtig. Der Zusammenhalt in der Gruppe ist wirklich ganz hervorragend", lobt der Spielleiter. Stars" gibt es nicht, noch nie gab es Eifersüchteleien bei der Rollenverteilung. Und nicht nur für die Schauspielerei setzen sich die Gruppen-Mitglieder ein, sie kümmern sich mit der gleichen Intensität und mit dem gleichen Spaß an der Freud" um Bühnenbilder und Kostüme. |
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